Michael Dobert, Teamleiter:

Früher hielt ich mich für stressresistent. Schon während des Workshops und dann zurück in der Firma war klar: Das Thema geht nicht nur mich an, sondern auch alle 25-30 Call Center Agenten, die ich in meinem Team betreue. Ich finde es gut, dass wir jetzt in Teammeetings und Einzelgesprächen Stress zum Thema machen. Die Stimmung im Team und die Kommunikation untereinander hat sich erheblich verbessert. Ich als Teamleiter merke ganz klar: Die Leistung wird besser und die Krankheitsquote hat sich erkennbar reduziert. Mir hat der Workshop geholfen, im Alltag zu erkennen, wie sehr Konfrontationen mit einzelnen Kunden sowie Leistungsdruck die Motivation und die Arbeitsergebnisse meines Teams beeinflussen. Auch an der hohen Krankenquote und der Fluktuation konnte ich erkennen, wenn es zuviel wurde. Meine Sensibilität bei Gesprächen der Mitarbeiter mit schwierigen Kunden, die verärgert bis hin zu persönlichen Beschimpfungen reagieren, hat sich erheblich erhöht. Wenn ich merke, dass ein Agent sich bei so einem Kunden aufreibt, nehme ich ihn zur Seite und gehe mit ihm kurz die Situation durch. Mir persönlich hat es sehr viel gebracht, mich mit „Stress” zu beschäftigen: Symptome, denen ich zuvor gar nicht direkt Beachtung schenkte, konnte ich jetzt klarer mit Situationen bei der Arbeit in Verbindung bringen. Ich bewege mich wieder mehr. Zunächst habe ich angefangen zu walken, und bin dann nach und nach zum Joggen übergegangen. Zu meiner &Uml;berraschung macht mir das sehr viel Spaß und ich habe beobachtet, dass ich dabei sehr gut abschalten kann. In täglichen Situationen bei Unstimmigkeiten mit Kollegen oder Mitarbeitern habe ich mir angeeignet, mich innerlich erstmal zu bremsen und mehrmals tief durchzuatmen. Damit kann ich meine Reaktionen steuern und sachlich die Situation lösen. Ich halte es für sinnvoll, dass in unserer Branche das Thema stärkere Beachtung findet.

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